Internationaler Weltfrauentag
Zum Internationalen Weltfrauentag fallen mir direkt inspirierende Frauen ein, die für etwas stehen, das weit über ihre Zeit hinausweist: Innere Ausrichtung und den Mut, den eigenen Weg trotz Widerständen zu gehen.
Germaine Krull (1897-1985), eine Fotografin, politische Aktivistin und Hotelbesitzerin berührt mich besonders: Ihre Lebendigkeit, ihre Offenheit dem Leben gegenüber. Ob sie ihre Schritte aus der eigenen Passion heraus ging oder kriegsbedingt gehen musste: Sie nahm Gelegenheiten wahr, wo andere Begrenzungen sahen. Und hat sich dadurch selbst stets neue Welten eröffnet. Diese Haltung hat sie in verschiedenen Ländern- sogar auf mehreren Kontinenten – wirken lassen. Von Europa über Brasilien und den Kongo bis nach Indien und Thailand, wo sie 15 Jahre lebte.
Oder Lee Miller, die wegen ihrer Schönheit als Model arbeitete, aber eigentlich immer schon hinter die Kamera wollte. Während des 2. Weltkrieges kämpfte sie sich als Kriegsfotografin an die Front, obwohl man ihr das als Frau nicht zutraute. Sie sah hin, wo andere wegschauten. Und machte sichtbar, was nicht ignoriert werden durfte.
Ich denke auch an Melli Beese (1886-1925), die sich als erste deutsche Pilotin gegen massive Widerstände durchsetzen musste. Sie wusste, wofür sie brannte, nahm sich selbst ernst und verfolgte ihre Ziele konsequent.
Diese Frauen inspirieren, unabhängig vom Geschlecht. Denn es geht um die Sache: Sich nicht selbst kleiner zu machen oder klein halten zu lassen.
Viel zu oft richten wir unser Leben nicht an unseren eigenen Bedürfnissen, Werten und Zielen aus. Wir erklären uns schnell (oder akzeptieren vorbehaltlos), warum etwas nicht geht, statt zu fragen: Was brauche ich, um mein Leben stimmig und im Einklang mit meinem inneren Kompass zu gestalten?
Genau deshalb arbeite ich so gerne als systemische Coachin: Um Menschen dabei zu begleiten, Klarheit zu gewinnen, ihren Blick auszurichten und ihr Potenzial lebendig werden zu lassen
Und du? Welche Frau inspiriert dich? Und warum?

